Kastration

Kastration ist ein Thema, das die Gemüter immer wieder bewegt. Hier geht es nicht um die allgemeine Frage, ob ein Hund kastriert werden soll, sondern um den Blickwinkel eines Hundes aus dem Tierschutz. Aber auch allgemeine Aspekte müssen natürlich immer mit bedacht werden.

In der Regel ist es üblich, dass Hunde aus dem Tierschutz bereits kastriert sind oder der zukünftige Besitzer vertraglich eine Verpflichtung eingeht, dass der Hund später kastriert wird. So soll verhindert werden, dass die Hundevermehrung und damit auch das Hundeelend weiter fortschreitet.

In vielen Tierheimen im Ausland werden die Hunde frühkastriert (ca. mit 6 Monaten), d. h. vor ihrer eigentlichen Geschlechtsreife, z. B. der ersten Läufigkeit der Hündinnen, damit es vor Ort keine weiteren Welpen gibt. Alternativ wäre eine getrennte Haltung von Hündinnen und Rüden erforderlich, das aber zu anderen gravierenden Problemen im Sozialverhalten der Tiere führen würde.

Im Tierschutz ist eine frühe Kastration der jungen Hunde unter Abwägung verschiedener Aspekte zurzeit das notwendige Übel, um dem Hundeelend entgegenzuarbeiten, da die Alternative der Tod von noch mehr Hunden wäre.

Aber allgemein ist es auch im Bereich der Therapie- und Assistenzhunde üblich, sie im Alter von 6 – 8 Monaten zu kastrieren, damit sie auf Dauer durchgängig einsatzfähig und keinen Hormonschwankungen unterworfen sind, die den Einsatz beeinträchtigen.

Natürlich gibt es aber auch viele Hunde im Tierschutz,  die später kastriert werden, da sie nicht als Welpen oder Junghunde auf der Straße eingefangen werden. Diese sind somit bereits ausgewachsen und die zum Thema „Frühkastration“ aufgeführten Punkte treffen auf sie nicht zu.